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Donnerstag, den 19. Februar 2015 um 19:11 Uhr

Zurück von der Rundreise 2015

Liebe Freunde des Solidaritätskreises Westafrika,

wir sind gesund und zufrieden aus Burkina Faso zurückgekehrt. Die politische Lage ist stabil und ungefährlich. Wir durften sogar ohne Polizeischutz in den Norden bis an die Grenze von Mali fahren. Glücklicherweise ist in Burkina kein Ebolafall aufgetreten.  Wir haben in 2 Delegationen binnen zweier Wochen 31 Collèges und 5 Grundschulen besucht und eingeweiht. Mein Sohn Michael Simonis hat das beigefügte Reisetagebuch verfasst und so können Sie sich schon jetzt ausführlich über den Verlauf der Rundreise meiner Delegation informieren. Andrea Kirchmann berichtet über die ersten beiden Tage in der Delegation von Götz Krieger

Wir haben zusammen mit Frau Vaessen, die in der Botschaft in Ouagadougou für die nicht-staatliche Zusammenarbeit sowie Humanitäre Hilfe und Presse zuständig ist, das Grundschulministerium besucht. Der Besuch ist sehr positiv verlaufen. Wir bekamen alle Adressen und Auskünfte, die wir haben wollten, und 2 Personen aus diesem Ministerium haben uns 1 Woche lang bei unseren Schuleinweihungen im Norden von Burkina Faso begleitet. An einer Einweihungsfeier in der Nähe von Ouagadougou nahm auch der neue deutsche Botschafter und Frau Vaessen teil. So konnte der Kontakt zur Botschaft wesentlich intensiviert werden. Im Gespräch stellte sich schnell heraus, dass der Botschafter vor vielen Jahren sogar schon in meinem Büro in Hillesheim war. Sein damaliger Chef und Referatsleiter war Michael Geier, ein Studienfreund von mir und späterer Botschafter von Burkina Faso. Im Rahmen eines Betriebsausflugs wurde die Eifel besichtigt und eifrig gewandert und so kam der Kontakt zustande. Wie klein doch die Welt ist!! Wir waren mit den Schulbauten sehr zufrieden und haben kaum Baumängel festgestellt. Ich engagiere mich schon seit über 25 Jahren in Burkina Faso. Es ist ein sehr patriarchalisches Land. Bei unseren Einweihungsfeiern werden fast nur Männer bewirtet und sie lassen sich von den Frauen bedienen. Früher wurden hauptsächlich Jungen eingeschult. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass sich dies innerhalb einer recht kurzen Zeit verändern könnte. Bei unserer Rundreise haben wir stets gefragt, wie viele Jungen und Mädchen in den einzelnen Klassen sind. Zu unserem großen Erstaunen werden selbst in Collèges nunmehr fast so viele Mädchen wie Jungen eingeschult. Dies wird die Sozialstruktur erheblich verbessern. Außerdem wird dies positive Auswirkungen auf das Bevölkerungswachstum haben, denn Mädchen mit besserer Schulbildung bekommen weniger Kinder. Wir errichten um jede Schule einen Maschendrahtzaun von 40 m x 60 m. Leider hat man nur in der Hälfte der von uns besuchten Schulen ordnungsgemäß Bäume gepflanzt. Wir wiesen die Lehrer darauf hin, dass Bäume in der Sahelzone enorm wichtig sind und sie die Kinder unbedingt anhalten müssen, Bäume zu pflanzen und zu pflegen.

Ich lade nochmals zu unserem Treffen am Freitag, den 13. März, um 20 Uhr in das Pfarrheim Hillesheim ein. Wir werden von unserer Rundreise berichten und die neue Reverse-Freiwillige Catherine Pémou vorstellen. Wer sich mehr für unsere Arbeit interessiert, ist auch in der Mitgliederversammlung unseres Vereins um 19 Uhr herzlich willkommen. Das Einladungsschreiben finden Sie in der Anlage.

Ich habe für diejenigen, die sich mit der Lage in Burkina Faso intensiver beschäftigen wollen, wieder den neuesten Newsletter der Deutsch-Burkinischen-Freundschafts-Gesellschaft beigefügt.

Es grüßt herzlich

Charly Simonis

Vorsitzender des Solidaritätskreises Westafrika e.V.,  Martinstraße 6 in 54576 Hillesheim

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Sonntag, den 11. Januar 2015 um 18:57 Uhr

Liebe Freunde des Solidaritätskreises Westafrika e.V.

Wir möchten Ihnen noch ein gesundes und glückliches Neues Jahr wünschen. Wir bedanken uns auch ganz herzlich für die zahlreichen Spenden, die uns die Fortführung unserer Arbeit in Burkina Faso ermöglichen.

In der Anlage finden Sie den 2. Rundbrief von Lisa Reichertz, die in einem Mädcheninternat in Banfora ein freiwilliges soziales Jahr verbringt. Sie berichtet sehr eindrucksvoll, wie sie die politisch brenzlige Situation mitbekommen hat, von der Aufklärungsarbeit in den Collèges und natürlich von Weihnachten und Silvester in einer gänzlich anderen Kultur. Sie betont ausdrücklich, dass sie nicht in Burkina ist, um „den armen Menschen in Afrika“ zu helfen, sondern sie ist dort, um den Austausch der Kulturen zu fördern und daher ist es erfreulich, dass ab Ende Januar auch ihre afrikanische Zimmernachbarin Catherine Pémou ein Jahr in der Behindertenwerkstatt in Ulmen arbeiten wird. Lisa würde sich über eine Rückmeldung per Mail freuen Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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Dienstag, den 23. Dezember 2014 um 08:22 Uhr

26 Mädchenmannschaften kickten für Schule in Afrika

Fußballerinnen der SG Oleftal luden zum Benefizturnier nach Schleiden ein – Im Frühjahr 2016 soll Realschule in Burkina Faso eröffnet werden – Kreissparkasse Euskirchen spendete bereits 1500 Euro

Gemeinsam kickten sie für die gute Sache: Die Mädchenmannschaften mit Spielerinnen unter 13 Jahren trugen am Samstag in Schleiden das erste Turnier aus. Dr. Harry Kunz (liegend) freute sich über den großen Zuspruch. Insgesamt nahmen 26 Mädchenmannschaften am Benefizturnier teil.

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Dienstag, den 25. November 2014 um 18:03 Uhr

Zivile Übergangsregierung in BurkinaFaso

Liebe Freunde des Solidaritätskreises Westafrika e.V.

Ich möchte Sie kurz darüber informieren, dass in Burkina Faso wieder Ruhe eingekehrt ist und eine zivile Übergangsregierung den Staat regiert, bis im November 2015 neue Wahlen stattfinden. In der Anlage finden Sie den letzten Newsletter der Deutsch-Burkinischen Freundschaftsgesellschaft, in dem ausführlich mit Fotos über die Ereignisse berichtet wird.
Unser Repräsentant Anselm Sanou hat mir mitgeteilt, dass die Bauarbeiten an unseren 14 Schulen, die zur Zeit im Bau sind, ununterbrochen fortgingen, und ich habe ihm das für 2014 noch benötigte Geld überwiesen. Unser 2. Vorsitzender Götz Krieger hat den Umsturz auch gut überstanden und wird am 2. Dezember zurückkommen. Wir haben nunmehr unsere Flüge vom 18.01. bis 31.01.2015 gebucht und gehen davon aus, dass unsere Rundreise stattfinden kann. Wir hoffen, dass uns Ebola nicht daran hindert, denn bei einem Ausbruch von Ebola werden eventuell größere Veranstaltungen untersagt.

In dem Anschreiben, mit dem wir unseren Jahresbericht versandt haben, wurde leider die IBAN-Nummer des Solidaritätskreises Westafrika falsch angegeben. Sie lautet richtig: DE77 5865 1240 0002 0101 71 BIC MALADE51DAU bzw. Konto 201 017 1 bei der Kreissparkasse Vulkaneifel BLZ 586 512 40.

Wir wünsche Ihnen eine gute Adventszeit

Ihr Charly Simonis,
1. Vorsitzender des Solidaritätskreises Westafrika e.V.
Martinstraße 6 in 54576 Hillesheim
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Mittwoch, den 12. November 2014 um 18:43 Uhr

Unruhen in Burkina Faso

Wie Sie bereits aus der Presse erfahren haben, gab es in Burkina Faso Unruhen, weil der bisherige Präsident Blaise Camporé, der schon seit 27 Jahren das Land regiert, die Verfassung ändern wollte, um wiedergewählt werden zu können. Das Parlamentsgebäude wurde abgebrannt, Camporé hat sein Amt niedergelegt und ist in die Elfenbeinküste geflohen. Das Militär hat die Macht übernommen und den Vizechef der Präsidentengarde Isaac Zida zum Übergangsstaatschef ernannt. In einer Fernsehansprache sagte er „ Er wolle die staatliche Kontinuität wahren und in Zusammenarbeit mit den Parteien und der Zivilgesellschaft für einen ruhigen demokratischen Übergang sorgen. Das Streben der Jugend nach demokratischem Wandel werde weder verraten noch enttäuscht werden.“

Über den gewaltsamen und zerstörerischen Verlauf dieser Revolution und die zahlreichen Plünderungen haben wir uns sehr geärgert. Es bleibt abzuwarten, ob es wirklich demokratische Wahlen gibt oder ob Burkina Faso in Zukunft von einer Militärdiktatur regiert wird. Unsere Schulbauprojekte liegen jedoch auf dem Land und sind nicht gefährdet. Ich gehe davon aus, dass sie ohne größere Schwierigkeiten durchgeführt werden können. Der Staat wird nun noch weniger Geld haben, Klassen zu finanzieren. . Die Zusammenarbeit mit den Behörden, die sich ja neu orientieren müssen bzw. wo neue Leute neue Pöstchen bekommen, wird vorerst sicherlich nicht besser werden.

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