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Freitag, den 01. April 2011 um 00:00 Uhr

Burkina Faso: Reise- und Sicherheitshinweise

Die innenpolitische Lage im westafrikanischen Burkina Faso hat sich in den letzten Tagen weiter zugespitzt: Nach anhaltenden Protesten der Bevölkerung gegen hohe Lebensmittelpreise war es im März auch zu gewaltsamen Demonstrationen von Schülern und Studenten und zu Ausschreitungen bewaffneter Soldaten gekommen. Am 14. April schloss sich zudem die Präsidentengarde den Protesten an, da ihr die versprochenen Lebensmittel- und Wohngeldprämien verweigert wurden.

Wegen der verbreiteten Unzufriedenheit im Land hat der langjährige Präsident Blaise Compaoré vor wenigen Tagen die Regierung entlassen. Ob es einer neuen Regierung gelingen wird, die Proteste einzudämmen und die öffentliche Sicherheit wieder herzustellen, ist derzeit ungewiss.

In Reaktion auf die wachsenden Proteste im Land und Übergriffe auf Ausländer hat das Auswärtige Amt am 16. April seinen Sicherheitshinweis zu Burkina Faso verschärft. Es rät nun von Reisen in das westafrikanische Land ab und schreibt wörtlich:

" Von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Burkina Faso wird derzeit abgeraten. Seit Februar 2011 kommt es in Burkina Faso wiederholt zu Demonstrationen. Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften hat es auch einige Tote und zahlreiche Verletzte gegeben. Die Vorfälle beschränken sich nicht nur auf die Hauptstadt und die urbanen Zentren. In den letzten Tagen ist es erneut zu Unruhen, Schießereien und Plünderungen von Geschäften in der Hauptstadt Ouagadougou gekommen. Hierbei kam es unter anderem auch zu Straßensperren, Entwendung von Fahrzeugen und Übergriffen auf Hotels mit internationalen Gästen. In den letzten Tagen geschahen auch erstmals Übergriffe gegenüber Ausländern. Es wurde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt."